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2026-06-22, Montag

Tag 49 (T: 100 Km / G: 3766 Km)

Heute war endlich eine komplett ruhige Nacht: Weder Straßenverkehr noch Züge fuhren vorbei, es gab keine Musikveranstaltungen und die Nachbarschaft war ruhig. Gut ausgeschlafen stehe ich um sieben Uhr auf, packe meine Sachen und mache mir sogar einen Mokka. Das Frühstück wird es erst in Tours geben.

Um halb neun fahre ich los. Der Tag heute wird noch wärmer als gestern, die Temperaturen können die 40-Grad-Marke übersteigen. Momentan sind es 25 Grad.

Der Weg nach Tours gestaltet sich einfach. Neben der Straße ist ein sehr guter Radweg, der direkt nach Tours führt. Um halb zehn sitze ich schon in einem Straßencafé und esse ein Sandwich, zwei Rosinenbrötchen (inzwischen mein Lieblingsgebäck) und trinke einen Kaffee.

Ich fahre dann weiter zu der Cathédrale Saint-Gatien, als ich merke, dass etwas mit dem Gepäckträger nicht stimmt. Jetzt habe ich den Grund für die verdächtigen Geräusche entdeckt – die zweite Seite des Gepäckträgers ist jetzt auch abgebrochen. Ich stabilisiere die Stelle mit ein paar Kabelbindern und hoffe, dass es noch eine Weile hält. Ich rechne damit, dass irgendwann die Packtasche nicht mehr gehalten werden kann, und ich muss dringend bei der nächsten Gelegenheit einen Spanngurt oder was Ähnliches kaufen. Ich kann dann die Packtasche oben auf dem Gepäckträger befestigen, aber dazu brauche ich so was.

Die Temperaturen steigen, um 11 Uhr sind es schon um die 34 Grad. Ich fahre wie gestern kräftesparend und bei Anstiegen schiebe ich das Fahrrad meistens hoch.

Um 12 Uhr sind es schon um die 38 Grad. Gut, dass der Radweg immer wieder durch schattige Waldabschnitte verläuft, das bringt ein bisschen Abkühlung. Leider gibt es auch viele Abschnitte, wo ich direkt der Sonne ausgesetzt bin. Ich schwitze, ich trinke sehr viel Wasser und ich mache oft Pausen.

Heute gibt es leider keinen Wasserspender unterwegs. In Amboise halte ich bei einem Supermarkt an und kaufe eine 1,5-Liter-Flasche Wasser und einen Multifruchtsaft. Das Wasser kommt in die Trinkflaschen, den Saft trinke ich gleich aus.

Kurz vor fünf komme ich nach Blois. Meine Trinkflaschen sind schon wieder leer. Zum Glück gibt es einen Supermarkt am Radweg und ich kann mich wieder mit Flüssigkeit versorgen. Gleiche Prozedur: Den Saft trinke ich gleich aus, das Wasser ist für die Trinkflaschen.

Jetzt wird es Zeit, sich für einen Campingplatz zu entscheiden. Es gibt einen passenden 20 km hinter Blois. Ich fahre dann dorthin.

Am Campingplatz bin ich kurz vor sieben angekommen. Gerade richtig, denn um 19 Uhr wird die Rezeption geschlossen und der Campingplatz auch. Der Zugang ist dann nur noch mit PIN-Code möglich. Das habe ich noch regeln können.