Tag 51 (T: 94 Km / G: 3963 Km)
Ausgeschlafen stehe ich um halb sieben auf. Gestern habe ich die Spanngurte gekauft, und heute muss ich mein Gepäck neu verteilen. Die hintere Packtasche wird unterwegs möglichst nicht mehr geöffnet – dort kommt alles hinein, was ich erst am Campingplatz brauche. Die beiden vorderen Packtaschen müssen noch aufnahmefähig bleiben, falls ich unterwegs etwas kaufe. Trotz des Verzichts auf einen Mokka fahre ich daher erst um halb neun los.

Ich fahre zuerst in die Stadt Sully-sur-Loire, um zu frühstücken. Gleich am Anfang gibt es eine Bäckerei, in der man auch Kaffee bekommt und sich an einen Tisch setzen kann.

Um 9:20 Uhr geht es am Schloss vorbei und weiter auf dem Loire-Radweg. Die Hitze hat sich festgesetzt; der heutige Tag wird nicht anders werden als die vorherigen.

Um halb zwölf komme ich in Gien an. Ich brauche dringend etwas zu trinken, denn auf dem Weg habe ich heute wieder keine Wasserspender gesehen. Nah am Radweg gibt es keinen Supermarkt, ich muss weit in die Stadt hineinfahren. Hier gibt es zwar Bars und Restaurants, aber bei den Mengen, die ich zu trinken brauche, wäre meine Reisekasse sofort aufgebraucht. Im Supermarkt kaufe ich mir Wasser, Säfte und eine kleine Wassermelone. Das Wasser wird auf die Trinkflaschen verteilt, die Säfte packe ich für später in die Packtaschen und die Wassermelone esse ich sofort.


Um 13 Uhr geht es dann weiter. Ich möchte heute auf einen Campingplatz in Saint-Satur. Bis dorthin sind es noch mehr als 40 km, aber der Tag ist noch lang und ich kann das bis 18 Uhr schaffen.

In Gien fahre ich nicht mehr zurück zum Radweg, sondern bleibe auf der Straße bis Briare. In Briare treffe ich wieder auf den Radweg. Jetzt geht es entlang eines Kanals, strikt geradeaus und fast nur in der Sonne. Die zwei 1 Liter Fruchtsäfte und die 1,5 Liter Wasser reichen gerade so bis zum Campingplatz, den ich um 18 Uhr erreiche.


Nachdem ich mein Zelt aufgebaut habe, fahre ich noch schnell zum Supermarkt und kaufe mir etwas zu essen und zu trinken.
