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2026-06-02, Dienstag

Tag 29 (T: 69 Km / G: 2319 Km)

Das Aufstehen fällt mir schwer, aber um halb acht zwinge ich mich doch dazu. Heute wird es wieder einige Anstiege geben. Wie weit komme ich am Ende des Tages? Ich muss mich nach den Übernachtungsmöglichkeiten richten und aufpassen, dass ich nicht in einer Gegend lande, wo es keine Hotels gibt.

Um acht Uhr gehe ich frühstücken. Das Buffet ist reichlich, aber ich habe nicht so viel Hunger, wie ich erwartet habe.

Viertel vor neun verlasse ich das Hotel und fahre Richtung Calatayud, zuerst auf der N-II. Das Navi hat eine Route abseits der Hauptstraßen vorgeschlagen. Da sich diese später mit der N-II kreuzen soll, bevorzuge ich natürlich gleich die Hauptstraße.

Nach 10 km treffe ich wieder auf meine geplante Route. Hier endet leider die N-II und mündet in die Autobahn. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich aufs Navi zu verlassen. Das führt mich auf den „Camino de Servicio“, der parallel zur Autobahn verläuft und ein Schotterweg, garniert mit Schlaglöchern, ist.

Nach wenigen Kilometern ändert sich das in eine asphaltierte Straße, dann folgt wieder ein Schotterweg und ich komme nach El Frasno. Ab hier verläuft die Route auf einer guten, kleinen Nebenstraße. Jetzt geht es aber hoch hinauf auf den Berg.

Nachdem ich etwa 3 km mühsam den Berg hochgefahren bin, kommt mir ein Militärfahrzeug entgegen und hält mich an. Zwei junge Soldaten steigen aus – ziemlich amüsiert, einen Radfahrer hier zu treffen – und erklären mir, dass dies ein Militärgebiet ist und ich hier nicht fahren darf. Außerdem führt diese Straße nur hoch hinauf zum Berggipfel ; ich werde nirgendwo weiterkommen. Gut, dass sie mich jetzt aufgehalten haben und nicht erst auf dem Gipfel.

Dann fahre ich wieder runter und suche eine neue Route. An der Autobahn ist natürlich wieder der „Camino de Servicio“ und ich hoffe, er bringt mich weiter. Nach ein paar Kilometern komme ich an eine Autobahntankstelle und von dort geht es wieder auf die N-II.

In Calatayud wollte ich eine längere Pause machen. Ich habe Lust auf Eiscreme, aber finde keine Eisdiele oder Ähnliches. Es ist nicht viel los auf den Straßen dort. Ich suche mir gleich ein Hotelzimmer in passender Entfernung, aber die Auswahl ist begrenzt. Dann buche ich gleich die Übernachtung in einer Pension in Alhama de Aragón und fahre weiter.

Um 16 Uhr bin ich in der Unterkunft angekommen. Es ist eine sehr einfache Pension, in der ein paar Saisonarbeiter wohnen. Es ist aber alles sauber und das Zimmer ist okay für diese Nacht.