|

2026-06-20, Samstag

Tag 47 (T: 73 Km / G: 3576 Km)

Die Live-Musik am Loire-Ufer gestern hatte länger gedauert und war immer lauter geworden. Erst um halb eins hörte sie auf, und erst dann konnte ich einschlafen.

Um sechs wache ich auf, aber ich bin noch nicht bereit, um aufzustehen. Ich versuche, weiterzuschlafen. Um acht ist es so weit, ich stehe auf. Zum Frühstück habe ich noch ein halbes Baguette, Käse und Schinken. Startklar bin ich um zehn.

Der Weg führt heute zuerst nach Angers und es ist ganz gut ausgeschildert – dachte ich bis jetzt. Nach Savennières habe ich einen Wegweiser Richtung Angers übersehen. Es gibt aber einen anderen mit dem Symbol der „Loire à Vélo“-Route und mit einer Ortschaft, die ich nicht kenne. In der Gegenrichtung wird aber Nantes gezeigt, daher gehe ich davon aus, dass die unbekannte Ortschaft auf dem Weg nach Angers liegt. Falsch! Es war ein Abstecher in einer Sackgasse zu einem kleinen, alten Dorf, das auf einer Insel liegt. Ich bin hin und her gefahren und konnte keinen Weg finden, der mich nach Angers weiter führen kann. Nachdem ich alle Richtungen ausprobiert habe und immer wieder an die gleiche Stelle komme, fahre ich einfach zurück nach Savennières. Unterwegs finde ich doch den übersehenen Wegweiser und kann weiter Richtung Angers fahren.

In Angers komme ich um 12 Uhr an. Der Radweg führte durch ein Freizeitgebiet und am Ende gibt es hier eine öffentliche Toilette und auch einen Wasserspender. Ich nutze beide Möglichkeiten und trinke viel von dem frischen Wasser. Es ist ein sehr heißer Tag heute, die Temperaturen liegen um die 34–36 Grad.

Über eine Brücke komme ich in die Altstadt und fahre dann zum Château d’Angers. Leider kann ich mit dem Fahrrad nicht in den Innenhof des Schlosses kommen. Das ist nur mit Ticket und ohne Fahrrad möglich. Ich verzichte heute auf diese Möglichkeit und betrachte das Schloss von draußen.

Weiter geht’s quer durch die Stadt und ich komme wieder auf den Loire-Radweg. Bis zum Campingplatz, den ich für heute ausgesucht habe, sind es etwa 40 km. Heute ist es zu warm, um weiterzufahren. Etwa 10 km von dem Campingplatz, direkt am Radweg ist ein Supermarkt. Ich nutze noch die letzte Möglichkeit vor dem Campingplatz, um etwas zum Essen und Trinken zu kaufen. Am Campingplatz bin ich kurz vor halb sechs – genau richtig, um mich noch im Swimmingpool abzukühlen.