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2026-06-14, Sonntag

Tag 41 (T: 72 Km / G: 3035 Km)

Halb acht ist eine gute Zeit zum Aufstehen. Zum Frühstück esse ich nur eine große Portion Müsli, die ich gestern Abend vorbereitet habe. Heute verzichte ich auf einen Mokka und packe gleich meine Sachen. Um Viertel nach neun fahre ich los.

Es ist noch nicht so heiß, 24 Grad. Ich möchte die Zeit, bevor die Temperaturen über 30 Grad steigen, ausnutzen und möglichst weit kommen. Ich fühle mich heute fitter als gestern, vielleicht schaffe ich es heute, mit der Fähre nach Royan zu kommen.

Der Radweg hat sich noch nicht verändert; er ist durchgehend asphaltiert, mal schattig, mal wieder sonnig. An schattigen Stellen mache ich immer wieder kurze Pausen. Erst nach 40 km, in Soulac-sur-Mer, mache ich eine längere Pause und kaufe mir zwei Kugeln Eis. Weiter geht’s Richtung Pointe de Grave, wo ich die Fähre nach Royan nehmen kann. Jetzt ist es nicht mehr weit, noch etwa 10 km.

Am Hafen bin ich um 13 Uhr, die Abfahrt der nächsten Fähre ist in 45 Minuten. Einige Radfahrer warten bereits, und bis die Fähre kommt, sind noch einige dazugekommen – insgesamt sind es mehr als 30. Das habe ich nicht erwartet, denn unterwegs habe ich hauptsächlich Radfahrer in der Gegenrichtung gesehen.

Um halb zwei dürfen alle auf die Fähre. Die Abfahrt ist pünktlich und die Fähre braucht mehr als eine halbe Stunde bis nach Royan.

Ich fahre von der Fähre runter; die Luft hier ist noch heißer als auf der anderen Seite, von der ich komme. Ich folge den Wegweisern der EV1 und bin schnell aus der Stadt heraus. Hier führt der Radweg durch die Urlaubsorte an der Küste und hat jetzt einen anderen Charakter, ist aber durchgehend asphaltiert.

Hinter La Palmyre gibt es einen Campingplatz, der mir passt. Es ist der letzte in diesem Gebiet, die nächsten auf der Strecke gibt es erst in 15–20 km. Das ist mir heute zu weit.

Mit der Fähre waren es etwa 8 km.

Am Campingplatz bin ich um halb vier angekommen. Genau richtig, um noch in den Atlantik zu springen. Das tue ich auch, nachdem ich mein Zelt aufgebaut habe.

Heute und hier sind die Wellen nicht so stark wie gestern. Es ist leichter, aufs Meer hinauszukommen und sich dort treiben zu lassen. Nach etwa 20 Minuten komme ich wieder an den Strand, ohne Wasser in den Ohren und ohne Sand im Mund.