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2026-05-23, Samstag

Tag 19 (T: 99 Km / G: 1617 km)

¡Hola España! Gestern habe ich es doch noch bis nach Spanien geschafft.

Im Hotel gibt es kein Frühstück, man kann aber im angrenzenden Restaurant eines bekommen. Zu dieser Zeit ist es mehr eine Bar, wo man sich an der Theke etwas kaufen kann. Ich nehme mir einen Kaffee, ein Sandwich und ein Croissant. Mehr Auswahl gibt es nicht, aber bevor ich heute starte, muss ich ein bisschen Energie tanken.

Kurz vor zehn bin ich auf dem Weg. Die Straßenschilder zeigen Figueres als nächste Stadt an. Statt des ausgeschilderten Radwegs fahre ich erst auf der Straße. Die Erfahrung von gestern zeigt: auf der Straße zu fahren, ist besser, soweit das möglich ist. Und ich sehe am Navi, dass der Radweg die Straße in ein paar Kilometern kreuzt. Die Straße ist eine wenig befahrene Nebenstraße und führt moderat bergauf. Ohne große Anstrengung komme ich an die Kreuzung mit dem Radweg und sehe deutlich, dass meine Entscheidung richtig war – sonst hätte ich auf dem Schotterweg ein paar Höhenmeter mehr machen müssen.

Jetzt geht es bergab, erst auf Schotter, dann ist der Weg asphaltiert.

Nach 10 km, in Capmany, einer kleinen, netten Ortschaft auf dem Weg, sehe ich eine Art Festung. Ich halte hier und gehe in den Innenhof. Dort befindet sich ein Restaurant und ein paar Leute sitzen draußen und essen. Ich habe Lust auf eine Pause und gönne mir ein zweites Frühstück: ein Sandwich mit Omelett, dazu einen Kaffee (Americano). Jetzt fühle ich mich gut gestärkt fürs Weiterradeln.

Der heutige Tag ist wieder sehr sonnig, um zehn Uhr hat es schon 23 Grad und es wird noch wärmer. Der Radweg verläuft teilweise auf asphaltierten Straßen, teilweise durch Felder auf Schotterwegen. Ich fahre durch kleine Orte; manchmal steige ich vom Fahrrad ab und schiebe es durch die engen, schattigen Gassen.

Meine im Navi gespeicherte Route unterscheidet sich von dem ausgeschilderten Radweg. Zwei Mal habe ich mich für die gespeicherte Route statt für die Beschilderung entschieden. Ein Mal musste ich ein paar hundert Meter zurückfahren. Beim zweiten Mal musste ich einen Fluss durchqueren.

Der Fluss war zum Glück nicht tief und meine Schuhe hatten ohnehin eine Wäsche nötig. Bei den Temperaturen – inzwischen sind es bereits 29 Grad – werden sie schnell wieder trocken.

Um halb drei zieht es sich zu und die Temperatur ist um 5 Grad gesunken. Ich dachte, es wird bald regnen. Ich bin gerade an der Küste angekommen. Es regnet aber nicht, es sieht eher so aus, als ob eine Wolke heruntergekommen wäre.

Ich fahre weiter und entferne mich von der Küste; die Sonne ist wieder da.

Später, um etwa 18 Uhr, komme ich wieder an die Küste und hier ist auch wieder so ein dichter Nebel.

Jetzt ist es auch deutlich kühler geworden, die Temperatur liegt nur noch bei 21 Grad. Es fühlt sich sehr kalt an und ich überlege mir, etwas Zusätzliches anzuziehen. Aber bis zum Campingplatz habe ich es nicht mehr weit und verzichte darauf.