Tag 17 (T: 91 km / G: 1423 Km)
Ich bin gegen 7 Uhr wach, aber verweile noch im Zelt, bis die Sonne ein bisschen stärker wird. Mir ist nicht kalt und die Nacht war angenehm, trotzdem brauche ich heute diese kuschelige Zeit in meinem Schlafsack.
Kurz vor acht habe ich mich aus dem Zelt gerafft. Meine gestrige Wäsche ist noch nicht trocken. Ich stelle sie in die Sonne in der Hoffnung, dass alles schranktrocken ist, bis ich mit allem fertig bin, und mache mir ein Frühstück (Baguette, Schinken und Weichkäse). Da es in der Küche am Campingplatz auch einen Wasserkocher gibt, mache ich mir zwei Tassen Tee dazu.
Als ich gestern hierher kam, war nur eine junge Familie aus Trier da: Johannes und Lidia mit zwei kleinen Töchtern. Später kamen noch zwei ältere Herren aus Belgien und zum Schluss zwei junge Franzosen dazu.
Die junge Familie ist schon eine Weile wach und die Eltern bereiten gerade auch das Frühstück zu. Die anderen rappeln sich erst langsam aus ihren Zelten.
Beim Frühstück unterhalte ich mich ein bisschen mit Johannes. Er gibt mir ein paar Tipps für meinen Besuch in Barcelona.
Bis ich nach dem Frühstück mein Zelt zusammengepackt habe, ist auch die Wäsche so weit trocken, dass ich alles einpacken kann. Um 10:20 Uhr bin ich vom Campingplatz gestartet. Heute geht es weiter Richtung Perpignan.




Nach etwa 10 Km komme ich nach Agde, wo gerade ein Wochenmarkt stattfindet. Ich schiebe mein Fahrrad durch die Gassen und suche nach einem Café. An einer Ecke neben der Kirche werde ich fündig.


Heute verläuft der Weg entlang der Kanäle oder umfährt die Lagunen. Manchmal ist er super gut zu befahren, dann wieder holprig und voller Schlaglöcher, sodass ich das Tempo stark reduzieren muss.




Einmal geht es wahrscheinlich durch eine ausgetrocknete Lagune , so sieht es hier zumindest aus. Der Boden ist schlammig und feucht, meine Räder rutschen ständig und haben keinen Halt.



Dann kommt noch eine Sperre, wo ich die Packtaschen abnehmen muss, um das Fahrrad rüberzuhieven. Danach wird der Weg zu einer richtigen Schlammschlacht. Meistens muss ich das Fahrrad schieben und riesige Pfützen umgehen. Nach etwa 600 Metern komme ich endlich auf eine normale Straße. Mein Fahrrad hat sich eine komplette Wäsche verdient – die muss ich am Campingplatz unbedingt machen, bevor ich morgen wieder starte.
Kurz vor halb acht bin ich am Campingplatz angekommen. Noch rechtzeitig, die Rezeption ist noch offen.

Auch hier gibt es, wie auf den meisten Campingplätzen, keine Steckdosen im Waschraum. Ich kann zwar während des Fahren vom Dynamo Strom anzapfen und eine Powerbank laden, aber das reicht nicht, um das GPS und das Handy wieder vollständig aufzuladen. Zum Glück habe ich gestern auf dem Campingplatz alle meine Geräte aufgeladen, für morgen wird es also reichen
