Tag 38 (T: 109 Km / G: 2809 Km)
Auf dem Campingplatz war ich der einzige Radfahrer und hatte den ganzen Bereich für mich allein.
Ich bin um halb sieben Uhr wach geworden und aufgestanden. Heute habe ich auch gut geschlafen und versuche jetzt, mich möglichst schnell auf die weitere Fahrt vorzubereiten. Ich esse schnell mein Müsli mit Joghurt und mache mir wieder einen Mokka. Kurz vor neun Uhr bin ich auf dem Weg.

Heute ist es bewölkt, die Temperatur liegt bei um die 17 Grad. Ich habe eine Weste und zwei Langarmshirts an.
Der Radweg ist weiterhin sehr gut. Es ist fast ein Speedway für Radfahrer. Der Unterschied zu einer richtigen Autobahn ist, dass ab und zu Kreuzungen mit ganz normalen Straßen vorkommen. Aber das lässt sich verkraften.
Die andere Seite dieses Radweges ist, dass er abseits der Ortschaften verläuft. Ich habe erst um 12:30 Uhr in Mimizan, nach mehr als 60 km, die Möglichkeit bekommen, etwas zu essen. Es war eine Pizzeria und ich war schon richtig hungrig. Hier bekommt man in den Restaurants normalerweise kaltes Leitungswasser zum Essen dazu. Diese Möglichkeit habe ich voll ausgenutzt und meine beiden Trinkflaschen aufgefüllt.

Am Nachmittag hat sich der Himmel geöffnet und die Sonne kam raus. Die Temperaturen sind dann auf 24, später sogar auf bis zu 28 Grad gestiegen.

Der weitere Weg verläuft genauso durch den Wald und abseits der Ortschaften. Erst in Biscarrosse gibt es wieder Restaurants und Supermärkte. Inzwischen habe ich schon 100 Kilometer geschafft und es ist Zeit, sich einen Campingplatz zu suchen. Hinter Biscarrosse gibt es einen. Ich fahre dann erst zum Supermarkt und kaufe mir etwas zum Abendessen. Am Campingplatz bin ich um halb sechs Uhr. Für heute reicht es.


Es ist zwar ein Campingplatz am Strand, aber am See und nicht am Atlantik. Vielleicht morgen?

Ich habe mich entschieden, meine geplante Route durch Bordeaux und dann durch das Massif Central nach Clermont-Ferrand zu ändern. Ich werde die EV1 weiter bis Nantes fahren und dort auf den Loire-Radweg (EV6) wechseln. Die EV1 ist ein sehr frequentierter und bedeutsamer Radweg, die Qualität wird sich nicht verändern. Der Loire-Radweg ist einer der wichtigsten in Frankreich, da kann ich mit vergleichbarer Qualität rechnen. Statt durch das Massif Central zu fahren, wo es weniger Campingplätze gibt und mich vergleichbare Verhältnisse wie in Spanien überraschen könnten, fahre ich lieber außen herum. Bordeaux und die Volvic-Vulkane müssen noch warten.
