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2026-06-08, Montag

Tag 35 (T: 0 Km / G: 2586 Km)

Das Wichtigste heute ist, das Fahrrad in die Werkstatt zu bringen. Um halb sieben bin ich schon wach – noch zu früh, aber ich stehe trotzdem auf.

Ich gehe duschen und dann frühstücken. Heute mache ich mir selbst einen Kaffee; gestern habe ich im Supermarkt eine Packung gekauft. Und es ist mir ein ganz guter Mokka gelungen.

Kurz nach neun Uhr fahre ich zur Werkstatt. Um halb zehn bin ich dort und es ist bereits geöffnet. Eigentlich sollte es erst um zehn öffnen, aber der Chef ist schon da und empfängt mich freundlich.

Wir strapazieren wieder die Übersetzungs-App und klären, was gemacht werden muss. Der Gepäckträger wird auch gerichtet. Etwa um 12 Uhr wird er damit fertig sein und mir dann eine SMS-Nachricht schicken. Ich gehe dann zurück zum Campingplatz.

Wenn ich aber auf die Nachricht warte, habe ich das Fahrrad erst eine halbe Stunde später wieder. So lange brauche ich, um dorthin zu kommen. Um die Zeit zu nutzen, bereite ich mir erst das Mittagessen zu und um halb zwölf gehe ich zur Fahrradwerkstatt rüber. Kurz vor 12 Uhr bin ich dort.

Das Fahrrad ist noch nicht fertig. Zu viele Kunden kommen immer wieder und er konnte nicht durchgehend arbeiten. Er braucht noch etwas Zeit. Ich setze mich in die Cafeteria nebenan und warte.

Nach etwa 45 Minuten kommt der Chef vorbei und zeigt mir, dass das Fahrrad fertig ist. Zum Schluss macht er noch ein Foto von mir mit dem Fahrrad für seinen Instagram-Account – ein Kunde aus Deutschland kommt selten bei ihm vorbei. Und ich bin glücklich, wieder gut funktionierende Bremsen zu haben. Ich habe schon vergessen, wie gut hydraulische Bremsen funktionieren können; in letzter Zeit haben sie sich wie schwache V-Brakes angefühlt.

Ich komme zum Campingplatz, esse mein Mittagessen, das immer noch warm ist, und fahre mit der Metro zum Museum Reina Sofia. Am Abend treffe ich mich mit Luis Maria, meinem ehemaligen Arbeitskollegen, der den Termin mit der Werkstatt organisiert hat. Bis zum Abend habe ich aber genügend Zeit und ich habe geplant, dieses Museum in Madrid zu besuchen. Dort ist nämlich die Guernica von Picasso ausgestellt und ich wollte sie unbedingt sehen.

Die Guernica ist natürlich ein Touristenmagnet und die meisten Besucher, wie auch ich, gehen hauptsächlich wegen dieses Bildes dorthin. Es gibt dort aber auch andere Bilder von Picasso und Bilder von anderen modernen, mehr oder weniger bekannten Künstlern.

Zurück am Campingplatz bin ich um 17 Uhr. Um halb sieben ist Luis Maria gekommen und nimmt mich mit nach Alcalá de Henares.

Von Luis Maria erfahre ich viel über diese Stadt, die älter ist als Madrid und noch von den Römern gegründet wurde. Hier befindet sich eine der ältesten Universitäten in Spanien. Im königlichen Schloss wurde hier über die Reise von Kolumbus entschieden und hier ist auch die längste Promenade in Spanien. Es ist die Stadt von Cervantes und hier wird der Cervantes-Preis für Schriftsteller vergeben, die in spanischer Sprache schreiben.

Während des Abends stößt Francesco, ein weiterer ehemaliger Arbeitskollege, dazu und wir gehen in ein Restaurant zum Abendessen.

Der Abend endet ziemlich spät und Luis Maria bringt mich noch zurück zum Campingplatz.