Tag 33 (T: 28 Km / G: 2586 Km)
Ich war gestern in Madrid, ich bin dort aber nicht mit dem Fahrrad angekommen, sondern mit der Metro. Das zählt nur halb. Heute fahre ich die restlichen 17 km mit dem Fahrrad, dann habe ich mein selbstgestecktes Ziel – bis nach Madrid mit dem Fahrrad zu fahren – erreicht.
Um acht Uhr bin ich bereit für die Fahrt. Ich esse noch ausreichend zu Frühstück in der Hotelbar, dann kurz vor neun Uhr fahre ich los nach Madrid.
Gestern habe ich das Zentrum rund um die Plaza Mayor besucht, heute möchte ich mit dem Fahrrad den Parque del Retiro besuchen. Es ist ein sehr großes, grünes Areal mitten in der Stadt, das mit dem Fahrrad leicht zu erkunden ist.




Auf guten Radwegen komme ich schnell von San Fernando nach Madrid und kurz nach 10 Uhr fahre ich durch die Puerta de O’Donnell in den Park rein. Es sind bereits sehr viele Besucher da.


Anscheinend feiert Madrid heute ein 85-jähriges Jubiläum und es wird hier viel angeboten.





Nach etwa zwei Stunden komme ich durch die Puerta de Felipe IV aus dem Park raus.



Im Bereich des Paseo del Prado komme ich direkt auf eine Straßensperrung. Hier wird alles für den Besuch des Papstes vorbereitet. Er hat sich gerade dieselben Tage für einen Besuch in Madrid ausgesucht wie ich.



Jetzt nehme ich die Richtung zum Campingplatz.







Für die etwa 7 km habe ich genug Zeit und ich schiebe mein Fahrrad durch die schönen Wohnviertel. Es sind überraschend viele Bäume hier, schön und gemütlich.



Ich komme am Plaza De Toros an und ab hier steige ich wieder aufs Fahrrad. Auf dem Weg halte ich noch am Supermarkt und kaufe mir etwas zum Essen.
Am Campingplatz bin ich um halb vier, ein bisschen zu früh, aber die Rezeption hat schon geöffnet.


Heute ist Waschtag, endlich kann ich meine Klamotten mal richtig waschen und sie haben auch Zeit, trocken zu werden. Ich bleibe noch bis Dienstag hier.
Als ich die hintere Packtasche abklemme, sehe ich, dass der verbliebene Gepäckträger auch beschädigt ist.

Es ist noch nicht so schlimm wie damals in Barcelona, trotzdem nicht gut. Am Montag habe ich einen Servicetermin im Fahrradladen in der Nähe vom Campingplatz. Meine Bremsen brauchen Wartung vor der weiteren Reise. Vielleicht können sie auch mit dem Gepäckträger gleich etwas machen?Dieser Fall bestärkt mich darin, den Weg von Madrid nach San Sebastian doch nicht mit dem Fahrrad zu fahren. Ich erwarte ähnliche Straßen und Ortschaften wie zwischen Zaragoza und Madrid. Jetzt geht es nicht nur darum, dass es schwer zu befahren ist, sondern auch darum, dass keine weiteren Schäden entstehen. Wenn ich in dieser dünn besiedelten Gegend nicht weiterkomme, wird es nicht mehr lustig. Ich muss einfach sicher zur Küste und nach Frankreich kommen.
Mit dem Zug geht es nicht, wie ich am Freitag aus erster Hand erfahren habe. Was ist mit FlixBus? Die fahren zwar von Madrid nach San Sebastian, haben aber keine Plätze für Fahrräder. Kurzerhand entscheide ich mich für einen Mietwagen und reserviere einen Mittelklasse-Kombi. Da der Campingplatz in der Nähe vom Flughafen ist, kann ich am Dienstag früh das Auto am Flughafen holen.
