Tag 10 (T: 67 Km / G: 847 Km)
Obwohl ich schon früher wach geworden bin, habe ich mich erst um halb acht aus dem Zelt gerappelt. Ich muss sowieso bis neun Uhr da sein, um in der Rezeption die Übernachtung zu bezahlen.
In der Nacht hat es geregnet und es regnet auch jetzt noch ein bisschen. Ich habe mein Zelt unter einem alten Ahorn aufgebaut und bin vom Regen ganz gut geschützt. Ich packe das Zelt und alles Zusammen und pünktlich um 9 Uhr bin ich an der Rezeption. Nachdem ich schnell bezahlt habe, fahre ich schon kurz nach neun in Richtung Lyon.
Ich möchte möglichst früh im Hotel sein, um am Nachmittag nicht zu viel vom Regen abzubekommen. In der nächsten Ortschaft, nach 10 km, kaufe ich mir noch etwas zum Frühstück. Bei der Rückkehr zum Radweg fahre ich an einer Bäckerei vorbei und der Duft des Kaffees lockte mich hinein. Ich entscheide mich hier einen Kaffee zu trinken und wenn ich schon mal da bin, nehme ich dazu noch zwei Croissants und ein Gebäck mit Rosinen. Die Sachen vom Supermarkt kann ich dann später unterwegs bei einer Rast essen.

Der Radweg ist schön heute. Oder empfinde ich es nur so, weil es sonnig ist und es keinen Gegenwind gibt? Tatsächlich habe ich heute auch Rückenwind. Nicht permanent, aber immer wieder.

Ich komme ohne eine große Pause nach Lyon und das gekaufte Frühstück bleibt als Abendessen übrig. Lyon begrüßt mich mit Sonne.


Bis zum Hotel sind es nur noch wenige Kilometer und ich komme dort kurz vor 15 Uhr an.

Als ich aus der Dusche komme, regnet es gerade ergiebig. Um 17 Uhr zieht sogar ein Gewitter auf. Alles hat gut geklappt; genau das (das Gewitter) wollte ich unterwegs nicht haben.
Um 18 Uhr kommt aber wieder die Sonne raus. Ich gehe aus dem Hotel und schaue mir ein bisschen die Stadt an.

Es ist aber immer noch kalt. Man kann ruhig eine Daunenjacke tragen. Viele Leute haben solche Jacken an. Es gibt auch andere, die nur im T-Shirt unterwegs sind.

Um 19 Uhr ziehen neue schwarze Wolken auf. Ich gehe zurück ins Hotel und bereite mich auf morgen vor.
